Manche Gefühle verhalten sich wie ein Maulwurf

Veröffentlicht am: 31.08.16 | von Ines Franzke
Kategorien:

Unsere Gefühle haben mit einem Maulwurf vieles gemeinsam: Sie sind scheu. Sie sind im Verborgenen aktiv. Sie bleiben dem Licht fern. Zudem sind sie oft ungeliebt, denn sie werfen auf unserem schönen glatten Rasen Hügel dunkler Erde auf.

Vor allem bei Menschen in Trauer und auch bei Menschen, die mit einem chronisch Kranken in der Familie leben, verweilt eine ganze Bandbreite an Gefühlen in ihrem unterirdischen Gangsystem.  

Wie Maulwürfe graben sie im Verborgenen ihre Gänge und führen ein ganz eigenes Dasein. Dennoch – ihre Anwesenheit lässt sich an der Oberfläche leicht erkennen: als Maulwurfshügel.

  • Wir reagieren gereizt.
  • Wir sind wütend.
  • Wir sind überfordert.
  • Alles ist uns zu viel.
  • Wir schimpfen oft und viel.
  • Wir kritisieren andere ständig.
  • Am liebsten würden wir uns die Decke über den Kopf ziehen.
  • Wir würden am liebsten aussteigen.
  • Oder anders herum: Wir machen einfach weiter wie bisher und tun möglichst so, als hätte es keine Veränderung in unserem Leben gegeben.

Die Erde des Maulwurfshügels ist fruchtbar

Dabei schenkt uns der Maulwurf mit seinen Maulwurfshügeln gute Erde, die wir in unserem Garten oder in den Blumenkästen verwenden können. Wir können die Erde ans Tageslicht geschaufelte Erde in einen Topf füllen, um eine neue Pflanze heranzuziehen und sie wachsen zu lassen.

Lade deinen Maulwurf ein

Hilfreich ist es, wenn wir unseren Maulwurf einladen in unserem Garten zu bleiben. Wir können ihm versprechen, dass wir ihn nicht bekämpfen oder verjagen werden. Denn je vehementer wir darauf aus sind, unsere Gefühle zu vertreiben, umso mehr Maulwurfshügel werfen sie auf.

Wenn du bereits jetzt beim Lesen einen Maulwurfshügel in deinem Leben entdeckst, dann kannst du ihm folgendermaßen begegnen:

 

Nimm ihn einfach nur wahr.

Sage dir: „Oh, da ist ja ein Maulwurfshügel. Ich sehe dich.“

Mehr gibt es im ersten Schritt gar nicht zu tun.

Im zweiten Schritt kannst du von der aufgeworfenen Erde aus hinunter graben.

Begegne dem Gefühl, das unter der aufgeworfenen Erde liegt und sage ihm: „Du bist mir willkommen. Wir sind deine Familie. Hier bist du zuhause.“

Das kann eine verblüffende Wirkung erzielen. Sobald du dich nicht länger gegen dein Gefühl stemmst, beginnst du einen Prozess, es anzunehmen.

Das ist so, als nimmst du die Erde, die der Maulwurf mit seinen Grabschaufeln aus den Gängen herausgeworfen hat, und verteilst sie in deinem Garten. Du reicherst die Erde dort mit der Erde des Maulwurfshügels an. Schon bald wird sie all den Pflanzen deines Gartens neue Nahrung zuführen. Du hast auf diese Weise begonnen, das einst verdrängte Gefühl in dein Leben aufzunehmen. So kommst du dir selbst immer näher.

Diesen Weg kannst du mit regelmäßigem Schreiben über das, was dich in deiner Trauer und in deinem Leben mit einem chronisch Kranken in deiner Familie innerlich beschäftigt, gut unterstützen.

 

Bis zum Herbst 2016 werde ich meinen Selbsthilfekurs für dich vollends fertigstellen. Die detaillierte Kursbeschreibung findet du in einem meiner nächsten Blogbeiträge.

 

Bis dahin kannst du zum Kennenlernen meines Angebotes deinen kostenlosen 9-Tages-Impuls anfordern.

Es geht ganz einfach. Formular ausfüllen – und abschicken.

Bis dahin wünsche ich dir alles Liebe!

Deine Ines Franzke, Wegbegleiterin

 

Du kannst es gerne weitersagen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.