Lass einen Hoffnungsschimmer herein

Veröffentlicht am: 13.01.17 | von Ines Franzke
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Warum ausgerechnet Schreiben in der Trauer oder nach der Diagnose einer unheilbaren Krankheit in der Familie?

Wenn wir einen lieben Menschen verloren haben, finden wir kaum Worte für das, was wir empfinden. Innerlich sind wir wie erstarrt, wie eingefroren. Wir wissen gar nicht, was wir noch sagen sollen. Kaum eines unserer Worte vermag auszudrücken wie es in uns aussieht.

Ganz ähnlich geht es Angehörigen, wenn einer ihrer Lieben die Diagnose einer unheilbaren Krankheit mit nach Hause bringt. Sie nehmen sich zusammen, machen einfach weiter im Alltag und geben sich innerlich Durchhalteparolen aus.

Schreiben reicht uns in solchen Lebenssituationen die Hand. Es gibt uns nach Ereignissen, die uns unserer Worte beraubten, die Möglichkeit dennoch auszudrücken, welcher Schmerz in uns ist. Fangen wir an zu schreiben, obwohl wir zu Beginn kaum ahnen, wie wir das bewerkstelligen sollen, geschweige denn wohin uns das führen wird, geben wir uns in unserem veränderten Leben einen Raum. Einen Raum, in dem wir erlauben, dass wir uns selbst wiederfinden. Angeleitet von Schreibübungen lassen wir es zu, dass wir erste Worte formen für unseren Verlust oder die Diagnose unseres lieben Menschen: Worte für den unsagbaren Schmerz, die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit, für die Erschütterung bis ins Mark, für das bislang Ungesagte.

 

Ich mache dir Mut: Alles was du schreibst, ist richtig

Das wunderbare am Schreiben ist: Wir alle haben dieses Handwerk in der Schule gelernt. Schreiben kann einfach jeder.

Die gute Botschaft an dich dabei ist:

Du darfst getrost vergessen, was du über Satzbau, Grammatik, Rechtschreibung gelernt hast. Stelle dir vor, du stellst dich unter die goldene Dusche des Vergessens, die spült alle hinderlichen Schreibprogrammierungen von dir ab. Du brauchst nur die Erlaubnis dazu zu geben. Dann kannst du getrost auf deine innere Stimme vertrauen. Sie wird die Worte zu dir bringen, die im Moment passen.

Probiere es doch gleich einmal aus. Du brauchst nur 5 Minuten Zeit.

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Es tut gut, einen ersten Schritt zu tun. Er ist der Beginn eines Hoffnungsschimmers.

  • so holprig es sich auch anfühlen mag,
  • so sehr wir uns möglicherweise an den Stift klammern,
  • so sehr wir vielleicht Angst haben, wir könnten etwas Falsches schreiben
  • so sehr wir unter Anspannung stehen, wir müssten druckreife Sätze verfassen

Wenn wir beginnen zu schreiben, entdecken wir, wo wir im Moment stehen.

Sobald wir Worte dafür zulassen und unser Inneres ausdrücken, erlauben wir, dass wir unseren Verlust oder das Leben mit der Diagnose einer unheilbaren Krankheit in der Familie annehmen.

Im Schreiben werden Hindernisse weicher

Probiere ruhig einige Zeit aus, auf oben genannte Weise eine regelmäßige Bestandsaufnahme zu machen. Nutze sie, um auszudrücken wie es dir Tag für Tag geht. Im Laufe der Zeit wirst du immer vertrauter werden mit dem Schreiben.

Schau auch ruhig auf meiner Angebotsseite unter „Dein Selbsthilfekurs“ vorbei. Er gibt dir mit angeleitetem Schreiben und kurzen Spürübungen für deinen Körper die Chance dein Leben auf liebevolle Weise anzunehmen wie es ist und neu zu ordnen – ganz in deiner Zeit.

Ich wünsche dir Kraft und Liebe

Deine Ines Franzke, Wegbegleiterin

 

Du kannst es gerne weitersagen:

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