Ich wünsche dir einen Engel an deiner Seite in der Weihnachtszeit

Veröffentlicht am: 16.12.16 | von Ines Franzke
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Die Zeit um Weihnachten und zwischen den Jahren ist stets eine besondere Zeit. Im Guten wie im Schmerzlichen. Wer einen lieben Menschen verloren hat, steht vor der großen Herausforderung, diese Tage, die er mit seinem lieben Menschen in all den gemeinsamen Jahren gemütlich, liebe- und friedvoll verbracht hat, alleine meistern zu müssen. An diesen Tagen spürt er die Lücke besonders schmerzlich, die der Verstorbene hinterlassen hat.

Vor allem wenn du Weihnachten in diesem Jahr das erste Mal ohne deinen lieben Menschen feierst, kann viel Schmerzliches wieder zum Vorschein kommen.

Sei verständnisvoll mit dir selbst!

Dies ist kein leichter Gang, durch den Jahreslauf zu gehen und alles, was ihr im Vorjahr noch gemeinsam erlebtet, nun allein zu erleben. Ob Geburtstage – deiner wie seiner -, ein Jahrestag, Urlaub, Ferien, gemeinsame Hobbys, Feiertage wie Ostern oder nun Weihnachten – du betrittst an unzähligen Stellen Neuland. Und jede ist aufs neue wie eine Schwelle, die du überschreitest. Es ist, als würdest du deine Erinnerungen mit der neuen Erfahrung überschreiben. Mit einer hauchdünnen Schicht erst, die kaum wahrzunehmen ist. Jedes Mal vollbringst du eine unglaublich große Meisterleistung: Du nimmst deine Trauer und gehst weiter mit ihr.

 

Ich ermuntere dich heute: Erkenne dir das an.

Halte für einen Moment inne. Schau zurück auf das Jahr. Wo hast du diesen Schritt, bereits getan und die markanten Tage eurer gemeinsamen Zeit bereits zum ersten Mal überschrieben? Wo bist du über diese Schwelle bereits getreten?

Magst du sie dir aufschreiben? Dann hole dir Stift und Papier. Setze dich einige Minuten hin und schreibe auf, was dir dazu einfällt. Vielleicht staunst du, wie weit du es schon geschafft hast.

 

Bereite dich innerlich auf Weihnachten vor.

Ich lade dich ein: Lasse dein letztes Weihnachten, das du mit deinem lieben Menschen noch gemeinsam erlebt hast, durch deine Erinnerung ziehen. Es mag einzelne Szenen geben, die du nah herholen willst. Andere magst du vielleicht lieber aus etwas mehr Entfernung betrachten. Es mag sich auch ein Grundgefühl einstellen, wie du die Stimmung beim letzten gemeinsamen Weihnachten erlebt hast.

 

Nimm dir dann Blatt und Papier und beginne zu schreiben.

Schreibe einen Brief an den Menschen, den du verloren hast. Nutze den Brief, um ihm mitzuteilen, wie du euer letztes gemeinsames Weihnachten erlebt hast. Was dich freute, wie du dich fühltest, welche Erlebnisse auf dich wirkten. Natürlich darfst du dich ihm mit all deinen Gefühlen mitteilen, die beim Gedanken ans bevorstehende Weihnachtsfest ohne ihn in dir sind.

 

Nimm dir dann vor, wie du diese Weihnachtstage verbringen willst.

Ich habe hier einige Anregungen für dich vorbereitet:

• Willst du allein sein?

• Willst du Familie oder Freunde einladen?

• Willst du dich von ihnen einladen lassen?

• Wenn sie es noch nicht getan haben, dann sage ihnen, dass du dir das von ihnen wünschst.

• Willst du den Ablauf oder ein Ritual wie du und dein lieber Mensch es gepflegt habt, beibehalten? Vor allem wenn du noch keine erwachsenen Kinder hast, kann dies tröstlich sein.

• Willst du lieber einiges im Ablauf verändern?

• Magst du deinem lieben Menschen deinen Brief als Geschenk unter den Weihnachtsbaum oder auf den Gabentisch legen?

• Magst du statt dessen lieber ein anderes Geschenk auf sein Grab bringen?

Überlege dir auch:

Womit kannst du in diesen Tagen gut für dich sorgen?

Ein Puzzle machen, dir die Seele frei schreiben, für ausreichend Schlaf und Essen sorgen? Dich bei einer Tasse in eine kuschlige Decke einhüllen? Ich ermuntere dich, alles, was dir gut tut, zu tun.

Mögen dir alle licht- und liebevollen Helfer zur Seite stehen. In diesen Tagen sind sie besonders nah.

Deine Ines Franzke, Wegbegleiterin

 

Du kannst es gerne weitersagen:

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