Löse deine Schreib-Blockaden

Angehörige, die mit einem chronisch Kranken in der Familie leben, sind oft sehr gefordert. Halten diese Anforderungen über Jahre hinweg an, kann auch unsere Sprache schleichend auf der Strecke bleiben. Wir gelangen dann an den Punkt: Gerne würden wir unsere Situation mit Schreiben erleichtern und uns bei uns selbst aussprechen. Doch wir sind blockiert: Nichts geht, nichts fällt uns ein. Sobald wir uns hinsetzen, um zu schreiben, starrt uns das leere Blatt an. Du bringst keine Worte zu Papier.

Heute zeige ich dir eine Möglichkeit wie du in dieser Lage wieder ins Schreiben kommen kannst.

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Schreiben hilft dir beim Entgiften deiner Seele

Der Frühling ist die beste Zeit fürs Entgiften und zum Entschlacken unseres Körpers.

Er hat in den vorangegangenen Wintermonaten zahlreiche Giftstoffe im Binde- und Fettgewebe abgelagert. Dies ist ein natürlicher und sinnvoller Vorgang. Unser Körper stellt sich so auf die Rhythmen der Natur ein. Sobald im Frühjahr die Tage wieder länger werden, die Natur erneut zu arbeiten beginnt, regt das Licht auch unseren Körper an. Er fängt an, die eingelagerten Schlacken auszuscheiden. Dabei können wir ihn unterstützen.

Daher ist das Frühjahr die optimale Zeit zum Entgiften: Wir lassen Verbrauchtes, Altes und Überholtes bewusst los und erneuern uns im Schreiben.

 

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Lass einen Hoffnungsschimmer herein

Warum ausgerechnet Schreiben in der Trauer oder nach der Diagnose einer unheilbaren Krankheit in der Familie?

Wenn wir einen lieben Menschen verloren haben, finden wir kaum Worte für das, was wir empfinden. Innerlich sind wir wie erstarrt, wie eingefroren. Wir wissen gar nicht, was wir noch sagen sollen. Kaum eines unserer Worte vermag auszudrücken wie es in uns aussieht.

Ganz ähnlich geht es Angehörigen, wenn einer ihrer Lieben die Diagnose einer unheilbaren Krankheit mit nach Hause bringt. Sie nehmen sich zusammen, machen einfach weiter im Alltag und geben sich innerlich Durchhalteparolen aus.

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Ich wünsche dir einen Engel an deiner Seite in der Weihnachtszeit

Die Zeit um Weihnachten und zwischen den Jahren ist stets eine besondere Zeit. Im Guten wie im Schmerzlichen. Wer einen lieben Menschen verloren hat, steht vor der großen Herausforderung, diese Tage, die er mit seinem lieben Menschen in all den gemeinsamen Jahren gemütlich, liebe- und friedvoll verbracht hat, alleine meistern zu müssen. An diesen Tagen spürt er die Lücke besonders schmerzlich, die der Verstorbene hinterlassen hat.

Vor allem wenn du Weihnachten in diesem Jahr das erste Mal ohne deinen lieben Menschen feierst, kann viel Schmerzliches wieder zum Vorschein kommen.

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Wünschst du dir manchmal eine starke Schulter zum Anlehnen?

  • Eine Schulter, die dir Halt gibt in deinem Leben mit einem unheilbar Kranken in deiner Familie?

  • Eine Schulter, die dich stützt in deiner Trauer um einen lieben Menschen?

Gerade, wenn wir nicht so recht weiter wissen, wie wir unsere gegenwärtige Situation meistern sollen, kann uns Schreiben eine starke Schulter zum Anlehnen bieten. An ihr dürfen wir einfach sein wie wir sind. Wir brauchen nicht stark sein. Wir dürfen uns klein zeigen, ohne Angst davor zu haben, dass uns jemand in unserer Verletzlichkeit bewerten könnte. Wir dürfen unsere Verzweiflung ausdrücken, Angst, Schmerz, Wut – kurz alles Erlebte, das uns belastet und im Moment in uns ist.

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Angehörige sind auch von der Diagnose betroffen

Bei einem chronisch Kranken in der Familie ist nicht nur der Kranke selbst betroffen. Auch alle anderen Familienmitglieder tragen an der Erkrankung mit. Natürlich auf eine andere Weise, als der Kranke selbst: Sie erfahren den Krankheitsverlauf nicht am eigenen Leib. Dennoch stehen sie als Beteiligte des Beziehungssystems mittendrin und erleben ihren lieben Menschen mit seiner fortschreitenden Erkrankung jeden Tag. Dies wird für viele Angehörige zur echten Herausforderung, angesichts derer es zunächst einfacher ist, sich auf den chronisch Erkrankten zu konzentrieren. Der Frage nach den eigenen Bedürfnissen geben Angehörige oftmals nur wenig Raum.

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Manche Gefühle verhalten sich wie ein Maulwurf

Unsere Gefühle haben mit einem Maulwurf vieles gemeinsam: Sie sind scheu. Sie sind im Verborgenen aktiv. Sie bleiben dem Licht fern. Zudem sind sie oft ungeliebt, denn sie werfen auf unserem schönen glatten Rasen Hügel dunkler Erde auf.

Vor allem bei Menschen in Trauer und auch bei Menschen, die mit einem chronisch Kranken in der Familie leben, verweilt eine ganze Bandbreite an Gefühlen in ihrem unterirdischen Gangsystem.    […weiterlesen]

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Ich öffne dir den Weg zum Schreiben auf leichte Weise

Manche Bilder gehen einem nicht mehr aus dem Kopf. Eines dieser Bilder zeigt meinen früheren Mann. Er kommt vom Arztbesuch nach Hause, ich erwarte ihn seit einer Stunde, bin ängstlich. Er läuft die Treppe hoch, auf mich zu. „Mein Schatz, sagt er, „meine Diagnose ist Parkinson“.

Die Krankheit war nicht über Nacht hereingebrochen. Sie hatte sich angekündigt. In einem monatelang schmerzendem Arm, der immer gefühlloser wurde. In halb durchwachten Nächten, in denen die Krankheit meinen damaligen Mann keinen Schlaf finden ließ. Im Zittern, wenn er die Tür aufschloss. In Sprüchen von Kollegen, die hinter vorgehaltener Hand tuschelten, er würde trinken. Ein Besuch beim Arzt kam lange Zeit nicht in Frage. Natürlich, denn die Angst war groß vor dem, was dieser offenbaren würde.  […weiterlesen]

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In deinem Herzen ist immer ein Platz

Wenn ein Mensch stirbt, der uns nahe steht, reißt dies ein Loch in unser Leben. Viele Trauernde stehen unter Schock und frieren ihre Gefühle ein, beschränken sich aufs Funktionieren. Diese Reaktion hat ihr Gutes, sie hilft uns in Krisenzeiten zu überleben. Denn der Verlust eines lieben Menschen rüttelt an unserer Existenz.

Auf längere Sicht tut dieses Verhalten nicht gut, es beeinträchtigt unsere Gesundheit und auch unser Seelenleben. Ich helfe dir, dass du Worte findest für deine Situation, mit denen du ausdrücken kannst, wie es in deinem Inneren aussieht. So wirst du in kleinen Schritten beginnen dein Leben wieder zu erspüren und neu zu füllen.           […weiterlesen]

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