Schreiben wird zum Frühlingsboten in deinem Inneren

Schreiben ist wie eine Krokuszwiebel, die ihre Kräfte aktiviert

Draußen im Garten schieben sich erste grüne Spitzen der Krokusse durch die Erde. Der Frühling beginnt, uns sichtbare Boten zu senden. Bald schon werden sie Rasen, Beete, Gärten mit üppigen Blütenkissen in strahlendem Sonnengelb, gemischt mit Lavendelfarben oder Weiß verzieren. Nach dem grauen Winter, wenn die Tage wieder länger werden, bringen Krokusse wieder etwas Farbe in unser Leben.

Ähnlich ist es auch nach dem Verlust eines lieben Menschen oder nach der Diagnose einer unheilbaren Krankheit in der Familie. Meist tauchst du im ersten Schock des Verlustes oder der Diagnose in einen inneren Winter ein. So schützt du dich selbst vor den überwältigenden Gefühlen und Existenzängsten.

Schreiben in herausfordernden Lebenssituationen entfaltet seine Wirkung in seiner eigenen Zeit

Wenn du nach einiger Zeit des Frostes in deinem Innenleben beginnst zu schreiben, was dir widerfahren ist, machst du es ähnlich wie der Krokus: Du sammelst deine inneren Kräfte. Nach einiger Zeit treibst du dann erste zarte Spitzen aus der Erde und tauchst ganz allmählich wieder auf ans Licht. Während du schreibst, was auf deinem Herzen lastet, erlaubst du deinem inneren Eis zu schmelzen. Das, was sich in dir zurück gezogen hat, taut auf, damit es wieder am Leben teilnehmen kann: Deine Gefühle. Dein Bedürfnis nach sozialem Miteinander gibt dir dann und wann kleine Anregungen, wieder Teil des Lebens da draußen zu sein.
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Die Einsamkeit von Trauernden ist ein großer Schmerz

„Es ist doch klar, dass du deine Frau vermisst! Ihr wart lange zusammen.“

Sätze, schlicht wie diese, wünschen sich Trauernde von ihrem Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis. Oft vergebens. Statt dessen laden Freunde oder Bekannte meist mit der Absicht ein: Dass er mal auf andere Gedanken kommt. Der Verlust ist dann als Gesprächsthema tabu. Diese Erfahrungen berichteten Ehemalige der Besigheimer Trauergruppe kürzlich bei ihrem Jahrestreffen. Ich nahm daran teil, um für die Ludwigsburger Kreiszeitung darüber zu berichten. Im Vordergrund stand das Thema Einsamkeit: Was sie ist, was sie mit Trauernden macht – und wo der Ausweg ist.

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Schenke deinem Allerkleinsten einen Filzkokon für seine Sternenreise

Vor einiger Zeit entdeckte ich bei mir in der Region eine sehr liebevolle Idee fürs Abschiednehmen und Bestatten von Allerkleinsten

Alle paar Monate treffen sich Frauen einen Nachmittag lang im Webatelier von Ingrid Frank in Brackenheim. Sie filzen Kokons für Allerkleinste und Totgeborene. Die Frauenklinik der SLK Kliniken Heilbronn ist dankbare Abnehmerin dieser Kokons. Dort finden Eltern Unterstützung, dass sie ihrem Allerkleinsten im Filzkokon ein warmes, würdiges letztes Ruhebett schenken. Form und Material dieses Schutz spendenden Nestes erinnert an die Geborgenheit im Bauch der Mutter.

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Gönne dir Entlastung mit deiner Sprache

Achte auf Deine Gedanken, sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Talmud

Heute will ich dir davon berichten, welche Möglichkeiten du als Angehörige eines chronisch Kranken in der Familie oder als Trauernde hast, dir auf der sprachlichen Ebene Entlastung zu gönnen.

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Mit der Kamera blickt sie über Friedhofsmauern

Viele Menschen scheuen sich davor, einen Friedhof zu besuchen. An diesem Ort wird ihnen die eigene Endlichkeit bewusst. Wer sich einlässt, dem erzählt der Friedhof vieles über Menschen und deren Herzen. Ein Besuch am Grab des lieben Menschen spendet Trost. Altehrwürdige Bäume stellen diesen besonderen Ort unter den Schutz ihres Blätterdaches und machen den Friedhof zum Ort der Stille. Blumen, auch persönliche Gegenstände, schmücken die Gräber in jeder Jahreszeit. Ich begleitete die Fotografin Anika Krisch auf einem ihrer Streifzüge auf dem Friedhof. Und ich durfte ihr beim Planen eines ihrer größten Projekte – Fotografieren auf dem weltweit größten Parkfriedhof: dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf – über die Schulter schauen. Heute lade ich dich ein: Lass dich mitnehmen auf diese Entdeckungsreise.

 

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Wärme dich von innen her wieder auf

Tauche mit mir ein ins Wortbad

Das war ja ein Wetter heute! Temperaturen um die zwei Grad. Mal kam Schneeregen vom Himmel, dann wieder prasselten kräftige Tropfen aufs Fenster. Dazu ein Himmelsgrau, dass ich dachte: Ein wärmendes Bad ist genau das richtige in dieser Jahreszeit. Und genau dazu lade ich dich heute ein: Zu einem Wortbad, das dein Herz wärmt. Vielleicht hast du noch nie etwas von einem Wortbad gehört. Möglicherweise jedoch, hast du spontan ein Bild dazu vor Augen. Wenn nicht, dann lade ich dich ein zum Eintauchen.

 

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Befriede deine inneren Konflikte im Leben mit einem Kranken

Seit Tagen fegt der Wind draußen kräftig durch die Bäume vor meinem Fenster, wirbelt Blätter, Äste und Papiere, die auf der Straße liegen, in Einfahrten und Ecken. Ein Regenschauer löst die Szene ab, bevor der Himmel die Schleusen seiner tief ziehenden Wolken wieder schließt. Dann zeigen sich zwischendurch sogar ein paar Sonnenstrahlen durch locker treibende Wolken und der Kreislauf beginnt erneut.

Fühlt sich dein Inneres in deinem Leben mit einem chronisch Kranken in der Familie ähnlich an wie das Wetter da draußen?

 

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Gönne dir liebevoll Nährendes für dich selbst und deine Familie

Ein Gespräch lässt uns frische Kraft tanken

Eine Klientin wandte sich kürzlich mit einigen Anliegen an mich: Als Mutter dreier beeinträchtigter Söhne hatte sie ein großes Bedürfnis nach Verständnis. Sie wollte sich einen kleinen Freiraum in einem Alltag schaffen, in den sie stets ihre ganze Kraft hinein gibt – und oft sogar noch mehr. Sie sehnte sich danach, sich auszusprechen und runterzukommen.

 

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Tipps für dein Tagebuchschreiben

Heute gebe ich für die Teilnehmer meines Kurses Angehörige schreiben Tagebuch, der am 14. Mai 2017 beim 18. Arzt-Patienten-Kongress der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr stattfand, einige Anregungen damit das  Tagebuchschreiben leichter gelingt. Auch andere am Tagebuchschreiben interessierte Angehörige eines Kranken in der Familie sowie Trauernde heiße ich mit diesem Beitrag willkommen.

 

  • Tagebuch Schreiben auf Papier oder Computer

Wenn du bislang selten für deine persönliche Entwicklung geschrieben hast, empfehle ich dir auf Papier zu schreiben. Am schaffst du dir ein Schreibbuch an. In diesem kannst du deine Einträge kontinuierlich fortsetzen und hast die alle gebunden beieinander. Zum Schreiben auf Papier gehört natürlich ein Stift, mit dem du angenehm schreibst, der weich und zügig übers Papier gleitet.

Wenn du das Zehnfingersystem auf der Tastatur prima beherrschst, kannst du ebenso das Laptop nutzen. Drucke am Ende jeder Woche aus, was du geschrieben hast und hefte es in einem Ordner ab. So hältst du den Prozess deiner Veränderung wie ein kleines, sehr persönliches Buch, in den Händen.

  • Ein guter Platz zum Schreiben

Suche dir einen Platz zum Schreiben, an dem du dich wohl fühlst und an dem du ungestört bist. Wenn du magst, entwickelst du ein kleines Ritual, mit dem du dich aufs Schreiben einstimmst. Koche dir eine Tasse Tee oder stelle dein Lieblingsgetränk bereit.

  • Plane deine Zeit fürs Tagebuchschreiben regelmäßig ein

Weniger ist mehr: 5 – 10 Minuten genügen, wenn du sie dir regelmäßig gönnst: am besten täglich. Entscheide, in welchem Rahmen das Schreiben für dich am besten zu deiner Situation passt. Ob du deine Tagebucheinträge morgens oder lieber abends machst.

  • Tagebuch Schreiben ist ein wirkungsvolles Instrument der Selbsthilfe in herausfordernden Lebenssituationen

 

  • Schreiben geht ganz einfach

Das Tolle am Schreiben ist: Wir alle haben es gelernt und wissen wie’s geht. Wirf die Vorstellung über Bord, dass jeder Satz wohlformuliert und überlegt sein sollte. Sie steht dir nur im Weg. Schreibe immer möglichst spontan drauf los – so entdeckst du deinen eigenen Stil, deinen persönlichen Ausdruck. Und du darfst ihn wahrnehmen und wertschätzen.

  • Deinen inneren Kritiker

kannst du während des Schreibens auf Urlaub oder in die Hängematte schicken. Vertraue darauf, dass du Worte finden wirst für alles, was du ausdrücken willst. Sei mutig! Alles was du denkst und empfindest ist willkommen! Schreibe es einfach auf.

  • Variiere von Zeit zu Zeit die fünf Möglichkeiten, die du im Kurs kennengelernt hast

Du wirst auf diese Weise immer wieder neue Facetten an dir selbst entdecken. Sie werden dir neue Impulse geben, damit sich diese herausfordernde Lebenssituation in deiner Familie zum Besten für alle Beteiligten wandelt.

Ich wünsche dir viele wohltuende Momente auf deiner Tagebuch-Insel.

 

Wenn du Lust hast, sie zur Schreib-Insel auszudehnen lade ich dich ein Dein Selbsthilfekurs kennenzulernen. Neun Wochen lang begleite ich dich mit weiteren Impulsen beim Schreiben in einer Situation, die dein altes Leben auf den Kopf gestellt hat. — link auf die seite

 

Deine Ines Franzke, Wegbegleiterin

 

Fotonachweis: pixabay

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